Mundarttexte

Christian Schmutz: Markus Rmseier, dir sit sälber e passionierte Läufer, o Langläufer, isch da dr Chopf bsunders frii für Texte z entwickle und z schriibe?

Markus Ramseier: Jo, do bin i notürli absolut felsefescht drvo überzügt, dasch für mi äifach en Urerfahrig, die widerholt sich Dag für Dag. Ich bi bis öppe zwanzg e fuule Siech gsi, het mir emol e Lehrer gsäit. Vo zwanzgi a bin i denn aber e sträbsame Mensch worde, schaff äigentlich uf en Art z vil, ohni jetz mit däm welle kokettiere - und ha dr Chopf grausam voll zobe. Für mi het dr Wald, het s Joggen e würklich therapeutischi Funkzion zum wider ufmache, offe wärde und sobald ich in Wald iine chumm, e chli überspitzt formuliert, fönge d Idee wider afo fliesse und chömme die Urelemänt vom Schriibe zum Würke, wo äifach absolut essenziell si, also, me mues chönne lose, me mues chönne luege, me mues chönne schmecke, süscht sell me nid afo schriibe. Au wenn ich total kaputt in Wald gang, ich chumm immer verwandlet use. Das isch für mi e chäises Wunder, wo äifach Dag für Dag passiert.

(Schnabelweid, Radio SRF 1, 20.8.2012)